Google-Karte selbst einbauen vs. Store Locator

Für einen einzelnen Standort reicht oft eine eingebettete Google-Karte. Ab mehreren Standorten mit Suche, Filtern und Öffnungszeiten wird es aufwendiger. Ein Überblick, damit Sie das selbst einschätzen können.

Stand:

Hinweis: Stand: 13.10.2026. Preise und Kontingente laut Google (Google Maps Platform – Preise (externer Link), Preisübersicht (externer Link)), in USD, ohne Gewähr. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Drei Wege, Google Maps selbst einzubauen

1. Google My Maps einbetten. Sie legen in Google My Maps eine Karte an, setzen Ihre Standorte als Punkte und binden die Karte per iframe ein. Das geht ohne Programmierung. Suche nach Postleitzahl, Filter, Öffnungszeiten oder eine Liste neben der Karte gibt es dabei nicht in der Form, die Besucher von einem Filialfinder erwarten.

2. Maps Embed API. Damit binden Sie eine Karte für eine Adresse oder einen Ort per iframe ein. Laut Google ist die Nutzung kostenlos und nicht begrenzt; Sie brauchen aber einen API-Schlüssel aus der Google Cloud. Für einen Standort ist das oft die einfachste saubere Lösung.

3. Eigener Store Locator mit der Maps JavaScript API. Hier programmieren Sie selbst: Karte, Marker, Suche mit Autovervollständigung (Places API), Umwandlung von Adressen in Koordinaten (Geocoding API), Liste, Filter und Detailansicht. Das ist flexibel, aber ein echtes Softwareprojekt.

Was Google seit 1. März 2025 berechnet

Bis Februar 2025 gab es pro Monat ein Guthaben von 200 USD. Seit dem 1. März 2025 gilt stattdessen ein kostenloses Monatskontingent je SKU (also je abgerechneter Leistung): laut Google 10.000 Aufrufe für „Essentials“-SKUs, 5.000 für „Pro“ und 1.000 für „Enterprise“. Danach zahlen Sie pro 1.000 Aufrufe.

Typische Leistungen für einen Store Locator (laut Google, Stand 13.10.2026, erste Preisstufe):

LeistungKostenlos pro MonatPreis je 1.000 Aufrufe danach
Dynamic Maps (Karte laden)10.0007,00 USD
Geocoding10.0005,00 USD
Places Autocomplete Requests10.0002,83 USD
Place Details Essentials10.0005,00 USD
Text Search Pro5.00032,00 USD
Maps Embed APIunbegrenztkostenlos

Für eine kleine Website bleibt man oft im kostenlosen Rahmen. Wächst der Traffic, kommen Kosten pro Kartenaufruf und pro Suche dazu. Außerdem brauchen Sie ein Rechnungskonto mit Zahlungsmittel bei Google, sollten den API-Schlüssel auf Ihre Domain beschränken und Budget-Warnungen einrichten.

Der eigentliche Aufwand: alles rund um die Karte

Die Karte selbst ist der kleinere Teil. Bei einem selbst gebauten Filialfinder müssen Sie sich auch um diese Punkte kümmern:

  • Entwicklungszeit: Suche, Liste, Detailansicht, Entfernungsberechnung, „Mein Standort“.
  • Wartung: Google ändert APIs und Preise; Browser und CMS ändern sich ebenfalls.
  • Datenpflege: Wer trägt neue Standorte ein, wer ändert Telefonnummern? Ohne Oberfläche landet das bei der Entwicklung.
  • Öffnungszeiten: inklusive Mittagspause, Feiertagen und Sonderschließungen – und der Anzeige „jetzt geöffnet“.
  • Filter: Kategorien, Leistungen, Länder.
  • Mobil: Auf dem Smartphone braucht es ein anderes Layout als am Desktop.
  • Statistik: Was suchen Besucher, und wo suchen sie vergeblich?
  • Rollen: Darf ein Filialleiter seine eigenen Daten pflegen, ohne alles andere zu sehen?

Ein Store Locator wie My Store Locator bringt das mit: 6 Templates, Suche und Filter, Öffnungszeiten mit zwei Zeitfenstern und Sondertagen, CSV-Import, Statistik ohne Cookies und Rollen bis zum Filialleiter. Die Karte basiert heute auf OpenStreetMap; Google Maps als Kartenanbieter ist in Vorbereitung.

Datenschutz: Einwilligung vor dem Laden

Wenn eine Google-Karte lädt, überträgt der Browser des Besuchers unter anderem seine IP-Adresse an Google, auch in die USA. Es können Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden. In Deutschland wird deshalb in der Praxis meist eine Einwilligung vor dem Laden empfohlen – gestützt auf § 25 TDDDG für den Zugriff auf das Endgerät und Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO für die Datenverarbeitung. Üblich ist ein Platzhalter mit Hinweis, über den die Karte erst nach Klick lädt, plus ein Eintrag in der Datenschutzerklärung.

Das gilt auch für die einfachen Wege über My Maps oder die Embed API. Lassen Sie die Umsetzung für Ihre Website im Zweifel von Ihrer Datenschutzberatung prüfen – dieser Text ist keine Rechtsberatung.

My Store Locator hat einen eingebauten Consent-Modus (Zwei-Klick), wird in Deutschland gehostet und stellt einen AV-Vertrag bereit. Mehr dazu im Ratgeber Store Locator und DSGVO.

Wann selbst einbauen die richtige Wahl ist

Ehrlich gesagt: Haben Sie einen oder wenige Standorte, brauchen Sie keinen Store Locator. Eine eingebettete Google-Karte über die Maps Embed API mit Adresse und Öffnungszeiten als Text auf der Kontaktseite reicht dann völlig – mit Consent-Platzhalter.

Selbst programmieren lohnt sich außerdem, wenn Sie ein eigenes Entwicklerteam haben, die Karte tief in eine bestehende Anwendung integrieren müssen oder sehr spezielle Anforderungen haben, die kein fertiges Produkt abdeckt.

Ein Store Locator lohnt sich eher, wenn Sie viele Standorte haben, diese sich öfter ändern, mehrere Personen sie pflegen oder Sie wissen möchten, wonach Besucher suchen.

Checkliste für Ihre Entscheidung

  1. Wie viele Standorte zeigen Sie heute, wie viele in zwei Jahren?
  2. Brauchen Besucher eine Suche nach Ort oder Postleitzahl?
  3. Wer pflegt die Daten – und wie oft ändern sie sich?
  4. Brauchen Sie Öffnungszeiten mit Sondertagen und Filter?
  5. Wie viele Kartenaufrufe erwarten Sie im Monat?
  6. Ist eine Einwilligungslösung für die Karte vorhanden?
  7. Wer kümmert sich um Wartung, wenn sich APIs oder Preise ändern?

FAQ

Ist die Google Maps Embed API wirklich kostenlos?

Laut Google ja, mit unbegrenzter Nutzung (Stand 13.10.2026). Sie brauchen trotzdem einen API-Schlüssel aus der Google Cloud.

Gibt es das 200-USD-Guthaben noch?

Nein. Seit dem 1. März 2025 gibt es stattdessen kostenlose Monatskontingente je SKU, zum Beispiel 10.000 Kartenaufrufe für Dynamic Maps.

Brauche ich für eine eingebettete Google-Karte eine Einwilligung?

In der Praxis wird in Deutschland meist eine Einwilligung vor dem Laden empfohlen, weil dabei Daten an Google übertragen werden. Klären Sie das für Ihre Website mit Ihrer Datenschutzberatung.

Nutzt My Store Locator Google Maps?

Heute nicht – die Karte basiert auf OpenStreetMap über Leaflet. Google Maps ist in Vorbereitung und benötigt dann einen eigenen API-Schlüssel.

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